urlaubszeit.de

Tipp: Folgen Sie Urlaubszeit.de auf Twitter  

Community Blogs

Community Blogs

Irland – Burren, Cliffs of Moher, Ennis

September 23, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Irland – Burren, Cliffs of Moher, Ennis

8. Tag 18.07.2009

Heute sollte unser Weg steinig werden, es ging durch das Kalksteingebiet Burren. Die Oberfläche besteht aus lauter Steinplatten, die in etwa eine rechteckige Form aufweisen. Zwischen dieser Steinlandschaft findet man immer wieder gewisse Steindenkmäler, die aus einzelnen Platten erbaut wurden und der Jungsteinzeit zugeordnet werden. Naja, irgendwann konnten wir keine Steine mehr sehen und setzten unsere Reise fort.

Nun sollte es sehr felsig werden. Bei diesen Felsen handelte es sich um nichts Geringeres als die Klippen von Moher. Schon bei der Ankunft auf dem Parkplatz konnte man erahnen dass es sich um eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Irland drehte. Massen von Autos und Reisebussen kamen an oder fuhren gerade wieder ab. So ist es auch nicht verwunderlich dass der Eintritt zu den Cliffs of Moher frei war und die Parkgebühren 8 Euro betragen. Um dieses beindruckende und naturbelassene Spektakel zu sehen, hätte ich zur Not auch das Doppelte bezahlt. In schwindelerregender Höhe wandelt man auf den Klippen entlang und blickt in die Weite des Atlantiks. An der höchsten Stelle ragen die Klippen steil, um nicht zu sagen senkrecht, knapp 250m über den Meeresspielegel heraus. Die für Touristen freigegebenen Wege auf den Klippen sind gut ausgebaut und natürlich durch dicke Mauern vor Abstürzen geschützt. An einer Stelle endet allerdings der Ausbau der befestigten Wege und somit der Schutz vor Unglücken. Ein großes Verbotsschild und eine Gedenktafel an die Verunglückten warnen vor Betreten der Klippen an dieser Stelle. Da diese Stelle aber nur halbherzig abgesperrt und leicht zu überbrücken ist, zieht es immer wieder Touristen an den Rande des Abgrunds. Auch ich selbst gehöre zu den Menschen, die sich an Verbote nicht immer halten. Wenn ich heute auch nur an den Blick über die Klippen in den Abgrund denke, wird mir schwindelig, kein Witz.

Noch berauscht von der Höhe fuhren wir weiter unserer letzten Station für heute entgegen. Laut unserem Reiseveranstalter war in einem kleinen Ort bei Ennis das nächste B&B. Der Ort war so klein dass es ein Leichtes sein musste unser Haus zu finden. Pustekuchen, wir fuhren durch jede der insgesamt 3 Straßen, fragten eine Einheimische und drehten danach jedes Mal in einem der Kreisel erfolglos wieder um. Fast schon verzweifelt fragten wir im örtlichen Pub ein weiteres Mal. Hier konnte uns die Wirtin den richtigen Tipp geben. Das B&B lag also fernab des beschriebenen Ortes direkt an einer Autobahn. Zum wiederholten Male konnten wir nur den Kopf schütteln über die Wegbeschreibung des Reiseveranstalters. Ach ja, noch eine Anmerkung des Autors. Ein Navigationsgerät ist eine feine Sache, wenn man denn eines hat.  

Irland – Oughterard, Lough Corrib, Hill of Dune, Galway

September 6, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Irland – Oughterard, Lough Corrib, Hill of Dune, Galway

7. Tag 17.07.2009

Nach einem der besten Frühstücke unserer Reise machten wir uns an diesem Tag zu Fuß auf den Weg. Das Auto ließen wir erst mal stehen, um die Gegend um Oughterard zu Fuß zu erkunden. Dafür gibt es auch extra Wanderkarten, die uns später aber in die Irre führen sollten. Der Anfang war recht eindeutig und führte uns immer direkt an einem kleinen Fluss entlang zum Lough Corrib. Das ist der größte See in Irland. Deutlich wird dies, wenn man am Ufer steht und man kein Anfang und kein Ende erkennen kann. Eine undendliche Weite gibt einem das Gefühl direkt am Meer zu sein. Ein Kapitän eines Ausflugsschiffes wollte uns zu einer Tour auf dem Gewässer begeistern, wir lehnten aber dankend ab und setzen unsere Wanderung durch die schöne Landschaft fort. Schon bald stellten wir fest, dass die Wegbeschreibung auf der Karte mit der Realität nicht mehr viel zu tun hatte. Wir entschieden also aus dem Bauch heraus, Bauchgefühle müssen nicht immer richtig sein. Wir standen also sehr bald vor der Wahl wieder umzukehren oder uns über Bullenweiden und Gärten durchzuschlagen. Wir achteten also darauf dass wir in einem großen Sicherheitsabstand zu den Bullen über die Zäune klettern. Schließlich kamen wir unversehrt am Ortseingang der Stadt Oughterard heraus. Weiter ging es wieder nach der Karte durch den kleinen Ort hindurch zum anderen Ende. Dort suchten wir alsbald nach einer Brücke, die auf der Karte über einem kleinen Wasserfall eingezeichnet war. Ein kleiner Weg, dem wir zuvor keine Beachtung geschenkt hatten, führte uns weiter auf der Strecke. Diese ging jetzt die gesamte Zeit parallel des Flusslaufes bis hin zum ursprünglichen Ausgangspunkt, dem B&B.

Da es erst Nachmittag war, beschlossen wir doch noch vom Auto Gebrauch zu machen. Es sollte nach Galway gehen. Zuvor machten wir noch einen Abstecher zum Hill of Doon. Das hört sich jetzt ganz spannend an, war es aber nur bedingt. Wir konnten damals nicht mal mit Sicherheit sagen, dass wir diesen ominösen Berg erreicht hatten. Ich kann auch bis heute nicht sagen, was Doon bedeutet. Eine Übersetzung ist mir nicht bekannt. Jedenfalls hatte man eine schöne Aussicht auf den Lough Corrib und die bergige bewaldete Landschaft, nicht mehr und nicht weniger.

Genug vom Landleben machten wir uns auf den Weg nach Galway. Galway ist die bevölkerungsreichste Stadt im Westen und kommt von der Wichtigkeit her gleich nach Dublin noch vor Cork. Dass die Stadt lebendig war konnte man gleich am Verkehr erkennen. Weiterhin war die Fußgängerzone nur so mit Leuten gefüllt. Viele dieser Leute waren Künstler bzw. wollten es sein. Man kam sich vor wie in einem großen Zirkus mit jeder Menge verrückter Schausteller. Sehr markant in dieser Stadt sind noch die vielen Kanäle die ein ganz klein wenig an Venedig erinnern. Nach einer uns liebgewonnenen Teatime ging es zurück zum B&B.

Der Bewegungsdrang war noch nicht gestillt und wir hauten uns beim Tennis ein paar Bälle um die Ohren. Nerviger weise gingen uns schnell die Bälle aus, da der kleine pfiffige Hund sich all die holte, die am Begrenzungszaun lagen. Zugegeben, 1-2 Bälle gingen auch durch unkontrollierte Schläge über den Zaun ins Nirgendwo.

Nach einem eher bescheidenen Essen an diesem Abend sollten wir die Nacht gut schlafen.

Irland – Kylemore Abbey, Clifden, Oughterard

September 3, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Oughterard, Clifden, Kylemore Abbey

6. Tag 16.07.2009

Der frühe Vogel fängt den Wurm hieß es an diesem Morgen. Das erste und einzige B&B auf unserer Reise wo die Frühstückszeit vorgegeben war. 08:00-08:30 Uhr war nicht nur sehr früh, sondern auch knapp bemessen. Das frühe Aufstehen sollte uns aber sehr bald zum Vorteil werden.

Sehr früh erreichten wir unser erstes Ziel, die Kylemore Abbey. Schon von weitem konnte man einen Blick auf die traumhafte und wunderschön gelegene Abtei erhaschen. Es erinnerte ein wenig an ein Märchenschloss aus einem Disney Film.

Das Kloster ist die älteste Benedektinerinnenabtei in Irland und heute für die Touristen teilweise zugänglich. In einigen Räumen der unteren Etage konnte man den Prunk vergangener Tage bewundern bevor die Abtei in die Hände der Nonnen fiel.

Danach ging es mit dem hauseigenen Shuttle Bus in den knapp 2 Km entfernten Garten. Der hat eine Größe von 3,4 Hektar und diente damals als Zier-, Obst- und Küchengarten. Noch heute dauert die Rekonstruktion verschiedener Anlagen an.

Zurück gingen wir zu Fuß wieder an der Abbey vorbei zum nahegelegenen hauseigenen Friedhof und kleiner Kapelle. Ein kleines Stück davon im Wald gelegen findet man ein Mausoleum, in dem die Frau des Erbauers des Schlosses begraben liegt.

Als wir unsere Besichtigung beendet hatten, wimmelte es bereits auf dem Gelände von Touristenmassen. Das war also der Vorteil, der uns das frühe Aufstehen verschafft hatte.

Damit wir unseren Bikini und die Badehose nicht umsonst eingepackt hatten, steuerten wir als nächstes einen Strand in Clifden an. Schöner weißer und feiner Sand erwartete uns in einer Bucht im Atlantik. Was uns zum totalen Entspannen nicht gegeben wurde war Ruhe. An diesem Strand hielten sich nur ein halbes Dutzend Leute auf, 4 davon waren mehr oder weniger Kinder die partout nicht auf ihre Mutter hören wollten. In Irland scheint es ein großes Hobby zu sein viele Kinder zu haben.

Nach einer weiteren leckeren Teatime fuhren wir direkt nach Oughterard, wo wir die nächsten 2 Nächte verbringen sollten. Dieses B&B hatte einiges zu bieten. Zur Unterhaltung gab es einen Games Room, wo ein Snooker Tisch in Originalgröße stand. Des Weiteren gehörten zu dem schönen Haus noch ein Tennisplatz und natürlich ein kleiner Hund, der verrückt nach Bällen war. Nach dem Abendessen ging es also gleich zurück, um die gewonnenen Kalorien beim Snooker Sport wieder zu verlieren.

Irland – Strandhill, Ballina, Castlebar, Westport, Louisburgh, Leenane

August 26, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Leenane, Louisburgh, Strandhill, Ballina, Castlebar, Westport

5. Tag 15.07.2009

Nach 2 Nächten in Sligo hieß es Abschied nehmen, um weitere Ziele entlang der Westküste anzusteuern. Strandhill war dabei nur ein spontaner kurzer Halt, wo man sich mit Golfen und Surfen die Zeit vertreiben kann. Ein gewisser Tony Hawks surfte mit seinem Kühlschrank an diesem Strand.

Die weitere Route an diesem Tage sollte uns durch mehrere Städte im County Mayo führen. Erste Stadt hierbei war Ballina, nur dumm, dass an diesem Tag ein großer Wochenmarkt war, was zur Folge hatte, dass die halbe Stadt für Fahrzeuge gesperrt war und extremer Parkplatzmangel herrschte. Somit sahen wir das Ganze Treiben nur aus der Fahrzeuginnenraumperspektive und fuhren direkt weiter nach Castlebar.  

Castlebar eignet sich mit seinen zahlreichen Geschäften für einen Schaufensterbummel. Sogar einen Aldi gibt es hier. Ansonsten ist diese Stadt nicht weiter erwähnenswert.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir Westport. Westport ist mit seinen Häusern im georgianischem Stil, eine von Bäumen gesäumte Promenade an beiden Seiten des Flusses, eine sehr malerische Stadt. Hier genossen wir unsere Teatime in der Sonne.

Nun verließen wir das städtische Leben und steuerten in die Berge dem nächsten Ziel entgegen. Ein Berg hierbei war der Croagh Patrick, eine heilige Stätte und beliebtes Pilgerziel auf der Insel. Einen kurzen Halt machten wir noch in Louisburgh. Eine kleine Stadt welche zur saubersten Stadt in Irland gekürt wurde. Muss wohl daran liegen, dass man hier weder Einwohner noch Touristen auf den Straßen sieht.

 Auf unserem letzten Streckenabschnitt für diesen Tag lag eine traumhafte Landschaft so wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Straße schlängelte sich vorbei an kleineren und größeren Seen, an grünen Wiesen mit freilaufenden Schafen und rechts wie links ragten mächtige Berge empor.

Unser Zielort Leenane liegt auch direkt an einem See und ist umgeben von einer traumhaften Berglandschaft. Ansonsten gibt es in Leenane geschätzt 5 B&B, 10 Wohnhäuser, 2 Restaurants, 2 Pubs und 1 Hotel. Da sind die Möglichkeiten sehr begrenzt, was den Vorteil hatte dass die Auswahl für das Abendessen nicht viel Zeit in Anspruch nahm.

Irland – Drumcliff, Donegal, Letterkenny

August 26, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Drumcliff, Donegal, Letterkenny

4. Tag 14.07.2009

Auf in den Norden hieß es am anderen Morgen. Den ersten Zwischenstopp legten wir schon nach 5 Kilometern ein. Wir besuchten das Grab von dem irischen Dichter William Butler Yeats. Direkt vor dem Friedhof ist er als eine kniende Statue in Lebensgröße vor Zeilen aus einem seiner Gedichte dargestellt. Kniet man sich ihm gegenüber macht es den Eindruck von einer Partie Schach. Auf dem Friedhof findet man das kleine unauffällige gepflegte Grab von ihm und seiner Frau. Dieses Grab ist mit Abstand das gepflegteste auf dem Friedhof.

Weiter ging es in strikt nördliche Richtung auf eine von vielen gut ausgebauten Straßen in Irland. Zu Zeiten des irischen Wirtschaftswunders wurde fleißig in den Straßenbau investiert, dafür hat es dann vielerorts nicht mehr für Beschilderung gereicht.

Nächster Stopp war Donegal, eine kleine Hafenstadt direkt am Atlantik. In der Stadt konnte man wieder einmal sehen, dass die Iren sehr farbenfrohe Menschen sind und viele ihre Eingänge oder auch ganze Häuser nach Lust und Laune bemalten. In Deutschland wäre das undenkbar, da hätte man sofort einen Streit mit Nachbarn und diversen Ämtern vom Zaun gebrochen.

Wir verließen nach Donegal die ausgebauten Straßen und fuhren eine Schleife in die Berge. Hier ging es auf den Straßen schon wilder zur Sache. Rechts und links grasen Schafe die sich aber auch durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Hinter dir quengelt ein Ire der schon längst nicht mehr in sich ruht und bei nächster unmöglicher Gelegenheit überholen wird.

Nach der Bergetappe erreichten wir den für uns nördlichsten Punkt der Reise in Irland. Letterkenny heißt die Stadt, die hier nicht weiter zu erwähnen ist.

Wieder in Sligo angekommen suchten wir uns wie fast jeden Abend ein schönes Restaurant. Von diesem aus konnten wir einen Angler beim Fliegenfischen inmitten eines Flusses beobachten.

Irland - Carrick-on-Shannon, Lough Key Forest, Glencar Wasserfall, Sligo

August 24, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Sligo, Glencar Wasserfall, Lough Key, Carrick-on-Shannon

3. Tag 13.07.2009

Erster Anlaufpunkt am nächsten Morgen war dann die Stadt Carrick-on-Shannon. Eine kleine typische irische Kleinstadt mit gemütlichen Pubs, kleinen Geschäften und einem schönen Hafen.

Danach ging es weiter ins Grüne, in den Lough Key Forest Park. Hier konnte man wieder einmal sehen, dass Irland zu Recht die grüne Insel genannt wird. Eine umwerfende Flora so weit das Auge reicht. Dazu jede Menge Wasser rundum verteilt in mehr oder weniger größeren Seen. Auf einem dieser Seen befand sich in der Mitte eine Insel mit einer Burgruine aus dem 12. Jahrhundert. Diese diente uns bei trübem Wetter als interessantes Fotomotiv im Hintergrund. Natürlich konnte man sich auch ein Ruderboot mieten und die Insel anfahren.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang fuhren wir weiter in Richtung Norden, um unser nächstes Etappenziel Sligo zu erreichen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch den Glencar Wasserfall, der sich in einer wunderschönen Berg-und Seen Landschaft aus den Bergen ergoss.

In Sligo angekommen gerieten wir in die Rush Hour einer größeren irischen Stadt. Hierbei bilden sich in den engen Gassen lange Autoschlangen, was den Vorteil hatte, dass wir schon einiges von der Stadt sehen konnten, welche für die nächsten drei Tage unser Aufenthaltsort sein sollte.

Irland - Ardgillan Castle, Newgrange, Trim Castle

August 24, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Pubs, Leitrim, Rooskey, Trim Castle, Newgrange, Ardgillan Castle

2. Tag 12.07.2009

Gut erholt starteten wir in den neuen Tag mit einem leckeren irischen Frühstück. Typisch herzhaft hierbei Sausages (gegrillte Würstchen), Fried Eggs (Spiegeleier), Bacon (gebratener Speck), Pudding black or white (gebratene Blutwurstscheiben), Baked Tomato (gegrillte Tomate) und Toast. Alternativ gibt es Scones (Kuchenteig Brötchen), Homemade Marmelade (hausgemachte Marmelade), Butter, Boiled Eggs (gekochte Eier), Scrambled Eggs (Rührei), Fruit (Obst), Orange Juice (Orangensaft) Coffee or Tea (Kaffe oder Tee).

Erste Sehenswürdigkeit war das Ardgillan Castle. Eine Art Schloss, Burg und Festung in einem. Gelegen in einem schönen Park direkt am Meer. Der Park wird für alle möglichen sportlichen Aktivitäten der durchaus sportlichen Iren genutzt.

Weiter ging es landeinwärts nach Newgrange, einem Ganggrab welches vor über 5000 Jahren zum Gedenken der Toten errichtet wurden ist. Die Bauzeit betrug damals 15 Jahre.

Nächste Station war Trim Castle, hier findet man heute noch gut erhaltenen Ruinen einer Burg, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde und damals als größtes Kastell Europas galt. Teile des Filmes Braveheart wurden hier gedreht.

Letzter Anlaufpunkt und Quartier für diese Nacht war Rooskey, einem kleinen Ort im County Leitrim. Hier führte ein kleiner Fluss direkt durch den Ort, was normal ist. Ich kann mich an keinen Ort erinnern, durch den kein Fluss führte. An diesem Fluss gab es ein paar schöne gemütliche Pubs. Nach der guten und reichlichen Mahlzeit genossen wir den Sonnenuntergang am Wasser.

Irland - Die grüne Insel

August 24, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Irland, Dublin, Bed & Breakfast, Skerries

1. Tag 11.07.2009

Bei der Anreise gab es die erste kleinere Überraschung am Flughafen. Das Gepäck kostete extra und war nicht im Preis enthalten. Man sollte wirklich hin und wieder mal das Kleingedruckte lesen bevor man etwas bucht. Bei sogenannten Billigairlines wie Aerlingus ist es durchaus üblich, dass das Gepäck extra gebucht und bezahlt werden muss.

Nun gut, weil in Irland starker Bodennebel herrschte war zudem die Ankunft knapp eine Stunde verspätet. Am Flughafen in Dublin angekommen nahmen wir erst mal unseren gebuchten Mietwagen in Empfang. Der Mitarbeiter von Budget übergab uns den Wagen und dazu eine Zeichnung, wo wir alle bekannten Macken kontrollieren konnten. Das waren nicht wenige.

Dann ging es los auf für uns völlig unbekanntes Terrain. Fremdes Land, fremdes Auto, „falsche“ Fahrbahnseite. Erstaunlich schnell war man auf den Linksverkehr eingestellt, allerdings mit Hilfe einer aufmerksamen Beifahrerin als Gedankenstütze.

Der Plan war, uns schon mal einen groben Überblick von Dublin zu verschaffen. Also fuhren wir auf gut Glück und noch ohne detaillierten Stadtplan in die Innenstadt. Ein Fehler wie sich später herausstellte. Rein war kein Problem, wieder raus ein Unterfangen. Nach eineinhalbstündiger Irrfahrt bei Dauerregen durch Dublin, diversen groben Wegbeschreibungen einiger Iren, fanden wir die Ringautobahn um Dublin wieder und steuerten ostwärts unserem ersten Bed & Breakfast entgegen.

Auch ein B&B zu finden stellte sich mangels guter Beschreibung unseres Reiseveranstalters als nicht so einfach heraus. Zudem entgingen wir auf der Landstraße nur knapp einem Unfall, wofür wir mal so gar nichts gekonnt hätten.

Schließlich erreichten wir leicht gereizt, genervt und durchnässt unser erstes Quartier. Dort trafen wir auch schon auf die ersten Deutschen die uns berichteten, dass es hier seit zwei Wochen der erste Tag ist, wo es mal wieder so richtig schüttet. Danke liebe Landsleute, das baut auf!

Abends fuhren wir dann nach Skerries, eine kleine Hafenstadt an der Irischen See im County Dublin, wo wir eines von vielen köstlichen Mahlen zu uns nahmen.

Polnische Ostseeküste - Swinemünde, Rewal

August 5, 2009 bei Torsten Wesolek   Kommentare (0)

Rewal, Swinemünde, polnische Ostseeküste, Polen

 

Strand in Swinemünde

Ich gebe es ja zu, es ging nicht zuletzt auch darum, Geld zu sparen, deswegen sollte es diesmal ein Kurzurlaub in Polen sein, auch nicht zu weit weg von zu Hause, der deutschen Ostseeküste.
Obwohl Polen seit 2004 Mitglied in der EU ist, bezahlte man dort immer noch mit Złoty. (Sprich: Slotie) Ein Euro entsprach etwa vier Złoty. Bis mindestens 2011 wird in Polen der Złoty die gültige Währung bleiben.

Hier gibt es die Kartenansicht aus Google-Maps.

Die Diashow zu diesem Polen-Urlaub kann man sich hier ansehen.

Ich hatte mir mit meinem Sohn ein Auto gemietet, eines, mit dem man wirklich auch nach Polen einreisen darf - mit BMW, Benz und Co. als Mietwagen ist dies in der Regel nicht möglich. Aber der kleine Nissan, der durfte mit, allerdings erst, nachdem wir von der Mietwagenfirma auch eine spezielle Bescheinigung bekommen haben, die im Bedarfsfalle wohl der polnischen Polizei vorgelegt wird und Spitzbuben von harmlosen Fahrern fremdländischer Autos unterscheiden soll.
Ich haben den Mietwagen im Internet klar gemacht, da buche ich selbst gerne über billiger-mietwagen.de - war bisher immer Spitze und man bekommt wirklich die Autos zu einem guten Preis. So hat mich der kleine Nissan Micra für 10 Tage ca. 320,- Euronen gekostet.

Ach ja, die Vorurteile, dass die Polen so viel klauen, wer kennt sie nicht? Ich kann mich nicht anschließen, doch wir haben auch sehr aufgepasst. Ich weiß von einem Bekannten, der als polnischer Einwanderer mit seinem BMW nach Polen fuhr und ohne wieder kam... - Shit happens.
Deswegen gibt es ja auch überall bei den Hotels eingezäunte Parkplätze, die mehr oder weniger gut bewacht sind. Allerdings kosten diese Parkplätze üblicherweise auch zusätzliches Geld zur Übernachtung, das sollte man mit bedenken.

Erster Aufenthalt - Swinemünde

Swinemünde - oder Świnoujście (klick mal den Link, dann kannst du hören, wie sich das anhört...), wie der Einheimische wohl gerne sagt - ist ein nettes Küstenstädtchen, das vorübergehend bis 1945 auch mal zu Deutschland gezählt wurde - logisch, daher der deutlich leichter aussprechbare deutsche Name. Die Stadt verteilt sich sozusagen über drei Inseln, nämlich Usedom, Wollin und Kaseburg. Was Wikipedia zu Swinemünde noch weiß, kann man dem Link zu Swinemünde selbst entnehmen.

Wir waren letztlich nur einen Abend und eine Übernachtung da, aber uns gefiel die Strandpromenade, die sehr lebendig wirkte. Sehr viele kleine Buden mit diverse Leckerei lockten. Hin und wieder stößt man auf die Installation eines Kunstwerks, siehe Fotos. Erwähnenswert ist auch der hübsche Brunnen auf der Promenade, bei dem die Fontänen ihre Farbe ändern und der nicht nur Kinder zum Hindurchspringen durch die Wassersäulen verführt.

Der Strand war schön und breit, allerdings fehlte vielerorts ein wenig Pflege. So gab es dort eine Wasserrutsche, die wohl seit Jahren nicht mehr in Betrieb war. Der arglose Rutschen-Benutzer würde wohl am Ende in einer Art Pool landen, dessen Wasser in Horrorfilmen zum unvermittelten Auftauchen von Moorleichen herhalten könnte. Das Wasser also so dunkel, dass man nicht wusste, ob Krokodile drin sein könnten - obwohl, die wären sicher vorher erstickt oder verklebt...

 

Wir hatten ein auf den ersten Blick ganz tolles Hotelzimmer im Hotel Afrodyta. Das war eigentlich eher eine Suite, allerdings hätte ein kleinere Zimmer genau dasselbe gekostet, also etwa 70 Euro für ein Doppelzimmer incl. Frühstück zuzüglich Parkplatzgebühr. Nicht gerade günstig, daaaaa hätten wir auch in Deutschland übernachten können. Zudem: Wenn man genauer hinsieht, lässt die Reinlichkeit doch stark zu wünschen übrig. Und dann Überraschungen wie Steckdosen, die dir entgegenkommen, wenn du den Stecker raus ziehst. Nun ja, man will ja nicht nur meckern, doch die Polen haben den Preis in den letzten paar Jahren schon schnell unseren Preisen angepasst, doch die Qualität lässt eben noch zu wünschen übrig. Na ja, man kann auch nicht alles auf einmal haben.

Hotel Afrodyta

Unsere "Suite"

 

Außenansicht Hotel Afrodyta

Hotel Afrodyta von Außen

 

Kunstinstallation an der Promenade von Swinemünde

Auch nett, diese Installation aus grünem Glas.

Um dann von Swinemünde nach Wolin kommen zu können, mussten wir die Fähre über die Swine benutzen. Wir haben 2 Fähren gesehen, die im Wechsel und in hoher Frequenz übersetzen, laut Internet soll es noch zwei weitere Verbindungen geben. Was uns als im Ausland oft geschröpfte Deutsche dann schon verwundert hat: Die Überfahrt war kostenlos.

2. Station - Rewal

Mehr oder weniger geplant sind wir nach ca. 1-2 Stunden Fahrt in dem Ort Rewal angekommen. Sagen wir so: Wir kannten diesen netten kleinen Urlaubsort schon von einem früheren Besuch, waren uns aber nicht sicher, wie er hieß und ob wir ihn finden würden.
Wir buchten uns in gutes Hotel für zwei Nächte ein, auch hier wieder der Preis bei ca. 70,- Euro für das Doppelzimmer. Allerdings war der Standard im Residenz Hotel doch etwas gediegener.
Da wir super Wetter hatten, war der mittelschmale Strand auch sehr voll, man könnte auch sagen, etwas überfüllt. Wenn man am Strand einen Spaziergang ein paar Kilometer in Richtung Osten macht, kommt man an die Reste einer Ruine im nächsten Ort. Interessant ist auch die Art Aussichtsplattform, die von verschiedenen Orten über 2 Etagen teilweise bis über das Meer hinaus ragen. (Siehe Diashow)
Wenn auch die Hotels nicht mehr günstig waren, so konnte man in den Restaurants doch ausgezeichnet essen und trinken für die gefühlte Hälfte des deutschen Preises. Und das Ganze bei einer einfach grandiosen Aussicht über die Steilküste auf das Meer. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel abends bei einem Glas Wein ein traumhafter Sonnenuntergang erleben.

Unser Aufenthalt in Polen war kurz, doch erlebnisreich und entspannend zugleich. Wer dort hin fährt, um Geld zu sparen, sollte genau schauen, wie viel er für die Übernachtung bezahlen muss. Und sicher sind auch die Tage der günstigen Abendessen gezählt.

 

Sonnenuntergang mit Blick auf die Ostsee

 

In China essen sie Hunde...

August 3, 2009 bei THoffmann   Kommentare (0)

China-Rundreise

In China essen sie Hunde!

Ich hielt das für ein Gerücht, aber...nunja, die unappetitlichen Details lassen wir mal außen vor.

China ist...öhm erstmal seeehr groß, ich hatte sechs Inlandsflüge und habe glaube ich gerade mal ein Drittel des Landes überflogen. Angefangen in Beijing über Wuhan nach XiAn, Guilin, nach Quingong, Mate und ab nach Shanghai. Ich glaube dabei keinen Tempel,

 

 

keine Pagode,

 

 

 

keinen Terrakottakrieger,

keinen Palast,

 

keine Jadeschleiferei, keine Perlenmanufaktur, keine Porzellanschmiede und auch keine Seidenspinnerei ausgelassen zu haben. An jeder Sehenswürdigkeit blicken nicht nur tausende Jahre Kultur auf einen hinab, sondern vor allem jede Menge "Hallo-Verkäufer", die im Bruchteil einer Sekunde aus ihren weiten Jacken die tollsten Sachen hervorzaubern, um sie den bekloppten Touristen für das Doppelte anzudrehen, was man sonst am nächsten Stand an der nächsten Ramsch-Ecke bezahlen würde. Aber was macht man nicht alles als guter Deutscher. Man kauft und bewahrt so wieder eine chinesische Familie vor der Zwangsversteigerung der eigenen Organe. Nieren, Herzen, Leber...alles auf Vorbestellung möglich, meistens von einsitzenden Häftlingen frisch herausgeschnitten. Naja, wer keinen Tierschutz hat, darf sich über mangelnde Menschenrechte nicht wundern...

Mao, der alte Obermotz (76 von uns geschieden, Buddha sei seiner Seele gnädig), hatte tolle Reformationsideen: so sollten alle Chinesen 4 Tage mit Trommeln durch die Gegend ziehen und...trommeln, weil Mao Vögel nicht leiden konnte. Da sich aufgrund des Lärms von 1.000.000.000 krakehlender Chinesen kein Vogel mehr zur Ruhe niederlassen wollte, fielen sie tatsächlich nach spätestens 4 Tagen tod vom Himmel. Als Dankeschön gab es dafür dann später eine Insektenplage und daraufhin eine Hungersnot, der mindesten 10 Millionen der Krachmeier zum Opfer fielen. Nunja, Mao war schon ein Toller. Das original chinesische Essen

schmeckt übrigens wie ein drei Tage alter Wischmop, ohne Domestos. Also sehr fad, manchmal etwas sehnig und ist stark übelriechend. Zumindest für den pizzaliebenden, dönerverschlingenden Westeuropäer. Manche von uns haben sich das Zeug dennoch tapfer reingetan, Alternativen gab es auch kaum, man hat sich bis auf die wechselnde Gesichtsfarbe auch kaum was anmerken lassen.

 

Betrachtet man heute so das Land, fragt man sich, wo ist bloss die grosse Zivilisation von damals geblieben? Wer hat all die famosen Bauwerke errichtet? Welcher dieser Hundeschlächter war in der Lage, sich 5000 chinesische Schriftzeichen auszudenken, die irgendwie alle gleich aussehen???

Das moderne China wird in Beijing und vor allem Shanghai offenbar, nur sind es dort leider hauptsächlich Europäer und Amerikaner, die einen Wolkenkratzer nach dem anderen hochziehen,

 

die Deutschen, die den Transrapid

 

bauen oder den

 

3-Schluchten-Staudamm.

Ein Gutes hat das alles jedoch: Chinesen sind nicht nur als Shaolins Meister der Tarnung, nein, sie beherrschen ebenso gut Mimikry und Plagiatie: chinesische Autos, die so aussehen wie ein siebener BMW mit den Fahrleistungen eines Lada Niva! Göttlich...Es bleibt abzuwarten, ob der nachgebaute Transrapid ebenso 431 km/h fahren wird und dabei ankommt, oder ob er solange braucht wie unsere ICEs zwischen Hamm und Unna, also ca. mit 65 km/h fahren und dann noch auf halber Strecke verrecken.

Das Wetter haben die Chinesen aber wirklich im Griff: durch beherzte Luftverschmutzung in den Großstädten ist der Feinstaubgehalt sehr konstant und damit die Sonneneinstrahlung immer nur mäßig, bei einer großen Bindung der Luftfeuchtigkeit, was der Geruchsbildung sehr förderlich ist. Keine Stadt ohne Mief und Dunst.

Die Kanalisation ist eher einfach ausgelegt: praktisch alle Ausscheidungen und sonstiger Unrat wird in den Jangtse geleitet, daher rechnet man damit, dass spätesten in 20 Jahren die große Staumauer zum ersten mal von der Scheisse gereinigt werden muss, sonst schwappt der Mist auf die andere Seite des Beckens. Derzeit 1,45 Milliarden Chinesen produzieren halt eine Menge Mist, wie das Bild der städtischen Müllabfuhr beweist!

 

Apropos Mist: meine Rolex für 3 Euro hielt gerade mal 3 Tage, hält man die Laufzeit einer europäischen Rolex dagegen, wird sie utopisch teuer...

Aber China hat auch schöne Seiten: zum Beispiel die Karstberge rund um Guilin.

Wirklich eine tolle Landschaft, aber nicht mehr lange zu sehen, denn es sind Kalkberge und in den letzten 20 Jahren haben sie 30% ihrer Masse verloren, der saure Regen lässt grüßen.

Olympia 2008 kommt! Beijing wird DER Austragungsort. Schon jetzt gibt es Stadien, die größer sind als unsere Flughäfen und es ist klar, dass sie danach nicht mehr weitergenutzt werden! Das ist doch mal ne langfristige Planung...aber auch im kapitalistischen Sektor hat sich viel getan: nimmt man einen chinesischen Reiseführer, geht es nach einer Besichtigung erstmal zu Onkel Wu oder Li, dem entweder eine Seiden-, Porzellan- oder Jademanufaktur gehört, es könnte aber auch sein, dass einfach nur Perlen verkauft werden, oder einem unter irgendeinem Vorwand alte Knochen, Uhren, Eßstäbchen oder sonstiger Schrott angedreht werden...dabei verdient auch wirklich JEDER noch sein Trinkgeld: die Kofferträger, die Rikschafahrer, die Dame an der Theke, die Masseuse, der Buslenker, der Übersetzer, der Dialekt ins Chinesische übersetzt und dann der, der Chinesisch ins Englische übersetzt und letztlich der, der Englisch ins Koma-Deutsch übersetzt, sie alle sind abhängig vom Trinkgeld, obwohl sie ihren Lohn bekommen, nur den dummen Deutschen hat keiner vor Ende der Reise gesagt, dass sie ungefähr 5 Monatsgehälter an einer Reisegruppe verdienen, die sich gerade mal 4 Tage in einer Region aufhält!!!

Ich habe auf jeden Fall eine Menge erlebt und tolle Dinge sehen dürfen, aber vor allem ist es das alte China das beeindruckt und das neue, was schockiert, aber in jedem Fall eine Reise wert ist.