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Torsten Wesolek's blog: Norditalien und Venedig 2002

Norditalien und Venedig 2002

June 15, 2009 bei Torsten Wesolek   Kommentare (0)

Venedig, Gardasee, Norditalien, Italien

imageWas macht man in nur 1,5 Wochen Urlaub mit zwei Kindern (11 und 14 Jahre) und einem recht begrenzten Budget?

Irgendwann kamen wir auf die Idee, mit dem Auto nach Norditalien, nach Südtirol, zu fahren: Am Gardasee soll es sehr schön sein, hatten Kollegen meiner Frau erzählt.

Am Vorabend unserer Abreise wütete über ganz Europa ein ziemliches Unwetter und die Webcams zeigten überall das gleiche Bild: hinter dichten Regenvorhängen war kaum mehr die Landschaft zu erkennen. Also verzögerte sich unsere Abfahrt noch. Aber nach etwa Hin- und Her und zwei Tagen Zwischenstop in München ging es dann doch noch runter nach Italien.
Da Sommer war, kamen wir auch recht gut durch. Die Autobahnvignette für Österreich kostete 7 Euro, die Brennerautobahn war aber extra zu bezahlen. Von München bis zu den ersten Städten im Norden des Gardasees waren es vielleicht 4 Stunden.

Erster Tag - Ankunft

imageVon Anfang an begeisterte uns als Italien-Neulinge das südliche Klima, kombiniert mit einer unheimlich grünen Landschaft und exotischen Pflanzen wie riesigen Zypressen, Palmen und Oleander. Eine Wohltat gegenüber dem sonst im Süden oft vorherrschenden "Grau in Grau". Als dann linker Hand der Gardasee auftauchte mit seinen Booten und Surfern, da war es schon sehr beeindruckend. Uns wurde gleich klar, warum Italien von uns Deutschen so geliebt wird. Wir fuhren etwa bis zur Mitte des Sees auf der Suche nach einem Quartier. Das Angebot an Hotels ist mehr als ausreichend, vorherrschend sind zwei bis vier Sterne Hotels. Wir haben bei einem gut aussehenden 4 Sterne-Hotel angehalten und den Preis erfragt. Es war das Hotel "LA PERGOLA" in Limone Sul Garda, wunderschön gelegen, mit Seeblick. Allerdings waren uns die 67 Euro pro Person für Übernachtung/Frühstück zuviel bei 4 Personen. Halbpension gab es übrigens für 83 Euro. Also weiter. Ein einfaches Doppelzimmer in einem sehr einfachen Hotel für 50 Euro war uns doch nicht so das richtige. Der dritte Versuch hat es dann gebracht: Das Hotel ist ein kleines, aber sauberes 2-Sterne-Hotel mit Namen Olivi im Ort Toscolano. Wir hielten hier, weil uns der hübsche kleine Strand auffiel, etwa 10 Fußminuten vom Hotel entfernt. Die Übernachtung kostete 60 Euro mit Frühstück. Zwar hat die Eigentümerin versprochen, uns am Ende noch einen Rabatt zu geben, aber nach den 5 Tagen konnte sie plötzlich kein Deutsch mehr verstehen, als wir nach dem Rabatt fragten. Ansonsten waren sie dort aber sehr höflich und entgegenkommend, und solche Absprachen macht man am besten gleich wasserdicht. Das Frühstück war zwar kein Festschmaus, aber doch ok. Nur die Wärme in den Zimmern machte uns anfangs etwas zu schaffen. Wenigstens gab es einen Ventilator, der etwas Erleichterung verschaffen konnte. Der Fernseher auf dem Zimmer war ja auch ganz nett, aber nur für Leute, die fließend italienisch sprechen können. Klar – wer braucht schon im Urlaub einen Fernseher – nur mit Kindern hat es manchmal auch so seine Vorteile.

imageDas erste nach der Ankunft: Abkühlung im See. Also, wenn ihr da mal hinfahrt, solltet ihr unbedingt Badeschuhe dabeihaben. Der Strand ist voller Kieselsteine und auch ins Wasser kommst du am besten mit Badeschuhen, der Steine wegen. Andererseits sind die Steine wohl der Grund für das ziemlich klare und saubere Wasser des Sees. Man kann Liegen mieten für 5 Euro (Klasse, macht bei 4 Personen mal eben 40 Märker, na wir müssen ja auch nicht liegen ;-) – jedenfalls nicht alle auf einmal…), Sonnenschirme und Treetboot gibt’s auch. Letzteres haben wir uns gegönnt für 8 Euro die Stunde je Boot, das hat Spaß gemacht.

Zweiter Tag - CanevaWorld

imageAm zweiten Tag waren wir in einem Badeparadies, vor allem der Kinder wegen. Es war aber wirklich sehr schön dort, ein Besuch lohnt sich und hält sich auch preislich im Rahmen. Das ganze nennt sich CanevaWorld und besteht aus verschiedenen Einrichtungen für die Abendunterhaltung und eben diesem riesigen Badeparadies. Wirklich riesig. Es gibt dort diverse Wasserrutschen und Pools im Freien, feinen Sand und Liegewiesen zum Sonnen. Ein künstlicher Vulkan bricht jede Stunden mit richtigem Feuer aus, sehr originell. Der Eintritt (Tageskarte) kostete ab 1,40 m Körpergröße 17 € und darunter für die Kleinen 15 €. Aber all das "auf den Kopf hauen" bei Tom half nix: er ging nicht mehr für unter 1,40 m durch, eine Messlatte war an der Kasse, schummeln ging also leider nicht. Am Abend kann man dann eine der Shows besuchen, z.B. mittelaterliche Spiel + Essen, Rambo Action Show oder Rock Star Cafe. Den Preis weiß ich aber nicht, weil wir da nicht drin waren.

Dritter Tag - Venedig

imageWir haben uns kurzer Hand entschlossen, nach Venedig zu fahren. Ist ja nicht sooo weit weg, wir schätzten ca. 3 Autostunden, das kam auch in etwa hin. Allerdings war die Fahrt nicht ganz ohne und verlangte dem Fahrer einiges an Koinzentration ab, die Brummies überholen dort auch dreispurig und heiß war es. Maut für die Autobahn war wieder fällig, ca 7 Euro eine Richtung. Als wir dann die Kassen an der Ausfahrt passierten, war gerade ein unglaubliches Chaos, weil von allen ca. 20 Spuren alles auf drei Spuren zurückdrängte, dazwischen aber auch noch ein kleiner Blechschaden war. Hmm, wohin dann am besten? Wir fuhren dem Schild mit dem Kreis neben dem Wort Venedig nach und kamen dann irgendwann an einem mit P3 bezeichneten Außenparkplatz an, von dort aus ging eine Fähre rüber in die eigentliche Stadt. Der Parkplatz kostete für 12 Stunden 8 Euro und die Fähre 27 Euro für uns vier. Allerdings mussten wir ein Stündle in der heißen Sonne warten und waren hinterher zusammen gepfercht, wie auf einem Flüchtlingskahn. Na ja, die halbe Stunde Fahrt war schnell vorbei, dafür war schon vom Schiff aus zu sehen, welche historisch-reizvollen Gebäude und dort erwarten. Es war kurz nach Mittag und die Rückfahrten mit dem Schiff gingen jede Stunde bis spät in den Abend, so dass wir uns darum keine Sorgen machen mussten. Wir bummelten also durch die Gassen, staunten über Gebäude und Gondolieri – solange, bis uns der Hunger anfiel. Wir suchten ein gemütlich aussehendes „Draußen“-Restaurant (gibt es überhaupt andere? ;-) und bestellten. Also haltet euch fest: drei große Pizza, einen O-Saft, ein Wasser, zwei Cola für 73,- Euro. Die haben ein Rad ab da. 16 Euro auf der Rechnung blieben völlig ungeklärt, angeblich kostete der Platz selbst 4 Euro. Also, geht da bloß nicht hin, die Gaststätte hieß: Aber auch ansonsten: Venedig schien uns der totale Nepp zu sein. Im DV-Geschäft kann man ja manchmal auch ganz gut verdienen, aber was mag ein Gondoliere verdienen? Wir jedenfalls haben für eine halbe Stunde (sollten eigentlich 40 min. sein) 100 Euro bezahlt. Das wären also 200 in der Stunde, das sind also ganz ansehnliche Tagessätze. Und eigentlich hat es nicht wirklich gelohnt für das Geld. Wir können uns nun aber in die Reihe derer einordnen, die „es mal gemacht haben“.

Vierter Tag, Fünfter Tag, Heimfahrt

imageWir erholen uns die letzten beiden Tage am See, gehen bummeln und geben Geld beim Essen beim Italiener aus. Eigentlich wollten wir Freitag zurück fahren, aber dann haben wir spontan beschlossen, doch erst am Samstag zu fahren. Die Heimfahrt ging viel besser als erwartet. Obwohl wir erst gegen 9.00 Uhr los fuhren, waren wir 13 Stunden Später zu Hause in Rostock. Das sollte man aber besser im Winter nicht probieren, insbesondere nicht in der Woche, wo die Straßen voller Brummies sind. Jedenfalls: Italien, wir kommen wieder!!!!