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Irland – Oughterard, Lough Corrib, Hill of Dune, Galway

Irland – Oughterard, Lough Corrib, Hill of Dune, Galway

September 6, 2009 bei Irish   Kommentare (0)

Irland – Oughterard, Lough Corrib, Hill of Dune, Galway

7. Tag 17.07.2009

Nach einem der besten Frühstücke unserer Reise machten wir uns an diesem Tag zu Fuß auf den Weg. Das Auto ließen wir erst mal stehen, um die Gegend um Oughterard zu Fuß zu erkunden. Dafür gibt es auch extra Wanderkarten, die uns später aber in die Irre führen sollten. Der Anfang war recht eindeutig und führte uns immer direkt an einem kleinen Fluss entlang zum Lough Corrib. Das ist der größte See in Irland. Deutlich wird dies, wenn man am Ufer steht und man kein Anfang und kein Ende erkennen kann. Eine undendliche Weite gibt einem das Gefühl direkt am Meer zu sein. Ein Kapitän eines Ausflugsschiffes wollte uns zu einer Tour auf dem Gewässer begeistern, wir lehnten aber dankend ab und setzen unsere Wanderung durch die schöne Landschaft fort. Schon bald stellten wir fest, dass die Wegbeschreibung auf der Karte mit der Realität nicht mehr viel zu tun hatte. Wir entschieden also aus dem Bauch heraus, Bauchgefühle müssen nicht immer richtig sein. Wir standen also sehr bald vor der Wahl wieder umzukehren oder uns über Bullenweiden und Gärten durchzuschlagen. Wir achteten also darauf dass wir in einem großen Sicherheitsabstand zu den Bullen über die Zäune klettern. Schließlich kamen wir unversehrt am Ortseingang der Stadt Oughterard heraus. Weiter ging es wieder nach der Karte durch den kleinen Ort hindurch zum anderen Ende. Dort suchten wir alsbald nach einer Brücke, die auf der Karte über einem kleinen Wasserfall eingezeichnet war. Ein kleiner Weg, dem wir zuvor keine Beachtung geschenkt hatten, führte uns weiter auf der Strecke. Diese ging jetzt die gesamte Zeit parallel des Flusslaufes bis hin zum ursprünglichen Ausgangspunkt, dem B&B.

Da es erst Nachmittag war, beschlossen wir doch noch vom Auto Gebrauch zu machen. Es sollte nach Galway gehen. Zuvor machten wir noch einen Abstecher zum Hill of Doon. Das hört sich jetzt ganz spannend an, war es aber nur bedingt. Wir konnten damals nicht mal mit Sicherheit sagen, dass wir diesen ominösen Berg erreicht hatten. Ich kann auch bis heute nicht sagen, was Doon bedeutet. Eine Übersetzung ist mir nicht bekannt. Jedenfalls hatte man eine schöne Aussicht auf den Lough Corrib und die bergige bewaldete Landschaft, nicht mehr und nicht weniger.

Genug vom Landleben machten wir uns auf den Weg nach Galway. Galway ist die bevölkerungsreichste Stadt im Westen und kommt von der Wichtigkeit her gleich nach Dublin noch vor Cork. Dass die Stadt lebendig war konnte man gleich am Verkehr erkennen. Weiterhin war die Fußgängerzone nur so mit Leuten gefüllt. Viele dieser Leute waren Künstler bzw. wollten es sein. Man kam sich vor wie in einem großen Zirkus mit jeder Menge verrückter Schausteller. Sehr markant in dieser Stadt sind noch die vielen Kanäle die ein ganz klein wenig an Venedig erinnern. Nach einer uns liebgewonnenen Teatime ging es zurück zum B&B.

Der Bewegungsdrang war noch nicht gestillt und wir hauten uns beim Tennis ein paar Bälle um die Ohren. Nerviger weise gingen uns schnell die Bälle aus, da der kleine pfiffige Hund sich all die holte, die am Begrenzungszaun lagen. Zugegeben, 1-2 Bälle gingen auch durch unkontrollierte Schläge über den Zaun ins Nirgendwo.

Nach einem eher bescheidenen Essen an diesem Abend sollten wir die Nacht gut schlafen.